NEWS

ABSCHNITTSÜBUNG - BRAND UND GEFAHRGUT-AUSTRITT

September 28, 2019

Als Abschnittsübung wurde eine der größten Übungen der letzten Jahre in Neumarkt angelegt. Dabei üben nicht nur die heimischen Löschzüge, sondern viele weitere Kräfte aus den Umlandgemeinden. So konnte über 120 Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren Neumarkt, Straßwalchen, Henndorf, Köstendorf, Schleedorf, Seekirchen und Eugendorf am Gelände der Fa. Kersia in der Pfongauerstraße über die Schulter geschaut werden.

Um die gesamte Alarmierungskette zu testen, wurde durch den Betriebsleiter am Übungsobjekt telefonisch ein Notruf an 122 abgesetzt. Übungsannahme war zu diesem Zeitpunkt ein Brand in einem Elektroverteiler im Firmengebäude. Daher wurden die Hauptwache sowie der Löschzug Pfongau gemäß Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) mit Alarmstufe 1 zu einem Brandereignis alarmiert. Wie bei einem echten Einsatz geschah dies auch mittels Sirenenalarm.

Beim Eintreffen wurde bekannt, dass im Gebäude 2 Personen vermisst wurden, umgehend wurde daher vom Übungsleiter auf Alarmstufe 2 erhöht, wodurch alle Löschzüge in Neumarkt alarmiert wurden. Nach kurzer Zeit konnten die Personen von Atemschutztrupps gefunden und gerettet werden. Aber damit nicht genug. Durch den angenommenen Brand ereignete sich ein Unfall mit einem Stapler, wodurch in einer Firmenhalle ein Gefahrenstoff freigesetzt wurde. Sofort wurde die Alarmstufe auf 3 erhöht und der Gefahrgutzug Flachgau zur Übung alarmiert. Der Gefahrgutzug besteht aus Kameraden aus mehreren Feuerwehren, die sich auf diesem Fachgebiet umfangreiches Wissen angeeignet haben und unter anderem über ein Sonderfahrzeug (GSF - Gefährliche Stoffe Fahrzeug), stationiert bei der Feuerwehr Seekirchen, verfügen.

Es galt nun zu ermitteln um welchen Stoff es sich handelt, ein weiteres Austreten der Substanz zu verhindern und weitere Maßnahmen zu treffen. Ausgerüstet mit einem gasdichten Anzug der Schutzstufe 3 konnte die Leckage von Atemschutztrupps gestoppt werden und die Flüssigkeit in einen geeigneten Behälter umgepumpt werden. Um gefährliche Stoffe nicht zu verschleppen, musste jeder eingesetzte Atemschutztrupp "dekontaminiert" werden, d.h. der Schutzanzug wird im getragenen Zustand gereinigt. 

Etwa 2 Stunden nach Übungsbeginn wurde vom Übungsleiter das Übungsziel für erfolgreich erreicht erklärt und die Übung beendet. Gezeigt hat sich vor allem eines: Knackpunkt bei einem Einsatz in dieser Dimension ist vor allem eine reibungs- und lückenlose Kommunikation auf Führungsebene, um allen Eventualitäten entgegentreten zu können. Was uns stolz macht: Die Mannschaft verfügt über einen hervorragenden Wissensstand, den sie selbstständig im richtigen Moment einsetzen kann. Das bestätigt uns in dem Weg, den wir nun seit mehreren Jahren verfolgen, und den wir auch weitergehen wollen.

Bedanken dürfen wir uns bei allen Feuerwehren die zum Erfolg dieser Übung beigetragen haben und ihre Freizeit am Samstag Nachmittag bei uns in Neumarkt verbracht haben. Danke sagen dürfen wir auch bei den vielen Zuschauern, die sich diese Abschnittsübung nicht entgehen lassen wollten. Ein besonderer Dank gilt abschließend auch den Verantwortlichen der Fa. Kersia Austria GmbH, die uns ihren Betrieb als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt und auch die Kosten für eine kleine Jause im Feuerwehrhaus übernommen haben.

Please reload

Hinweis: Sämtliches Bildmaterial ist Eigentum der Feuerwehr Neumarkt und zum Gebrauch auf dieser Homepage vorgesehen. Eine ungefragte anderweitige Nutzung durch Dritte ist nicht zulässig und ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

Fotos: Martin Strukely / FFN