BRAND BREINBERG NORD
- 31. Mai 2016
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Aktualisiert: vor 24 Stunden
31.5.2016
Zunächst unter dem Stichwort „Brandverdacht“ wurden wir am 31. Mai um 15.34 Uhr durch die LAWZ alarmiert. Durch die bereits auf der Anfahrt weithin sichtbare Rauchsäule wurde durch den Einsatzleiter umgehend Alarmstufe 2 ausgelöst und damit alle Löschzüge im Gemeindegebiet Neumarkt alarmiert.
Bei Eintreffen fand unser Einsatzleiter HBI Maderegger folgende Lage vor: Brand einer an ein Wohnhaus angebauten Werkstatt mit beginnender Brandausbreitung auf das Wohnhaus. Umgehend wurde mit der Brandbekämpfung begonnen, der erste Atemschutztrupp musste sich nach kurzer Zeit ob der enormen Hitze wieder zurückziehen. Aufgrund der sehr geringen zur Verfügung stehenden Löschwassermenge wurden zusätzliche Pumpenfahrzeuge nachalarmiert um eine eigene Wasserversorgung vom Steinbach sicherzustellen. Ergänzend wurde auch noch ein Tank-Pendelverkehr eingerichtet.
Die Situation spitzte sich dramatisch zu als bekannt wurde, dass sich im Brandgeschehen mehrere Gasflaschen, darunter auch Acetylengasflaschen, befinden. Umgehend wurde der Gefahrenbereich abgesperrt, die Brandbekämpfung erfolgte aus gesicherter Deckung aus der Entfernung. Nach Rücksprache mit dem Hauseigentümer konnte die erste Acetylengasflasche lokalisiert werden. In weiterer Folge musste eine Öffnung in die Garage geschaffen werden, damit man die Flaschen kühlen konnte. In der Zwischenzeit wurde ein Standmonitor zur Kühlung der Gasflaschen in Stellung gebracht.
Nach Beurteilung der Lage durch OFK HBI Maderegger, AFK BR Simon Leitner, BFK OBR Johannes Neuhofer sowie HBI Kurt Neumayr vom LFKDO wurde das Einsatzkommando Cobra alarmiert. Durch gezielten Beschuss der explosionsgefährdeten Gasflaschen konnte das Gas durch die Einschusslöcher austreten und kontrolliert abbrennen. Die Gefahr war damit noch keineswegs gebannt, gezählte 16 Gasflaschen mussten aus dem Brandgeschehen geborgen werden. Besonders heikel war die Lage durch Unmengen an Fahrzeug- und Schrottteilen, die rund um das Brandobjekt gelagert wurden. Viele Gasflaschen wurden dadurch erst während der Löscharbeiten entdeckt, selbst auf Nachfrage beim Hausbesitzer konnte keine gesicherte Anzahl an Flaschen in Erfahrung gebracht werden.
Während in Kleinarbeit der Schutt um das Gebäude nach verbleibenden Gasflaschen durchsucht wurde, wurde das Dach des Wohnhauses geöffnet. Durch einen Atemschutztrupp wurden abschließend verbleibende Glutnester abgelöscht. Die Brandwache wurde die Nacht hindurch von Tank Neumarkt übernommen.
Immer wieder als sehr großes Hindernis für die Feuerwehr im Einsatz, stellen sich willkürlich am Fahrbahnrand parkende Autos dar. Teilweise ist es schier unmöglich, sich mit unseren Einsatzfahrzeugen durch die abgestellten PKW durchzuschlängeln.
Neben allen 5 Löschzügen der Feuerwehr Neumarkt waren die Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen, inkl. LZ Steindorf, die Freiwillige Feuerwehr Henndorf und Köstendorf im Einsatz. Zur Unterstützung rückten dazu noch das Atemschutzfahrzeug sowie das Einsatzleifahrzeug des Bezirkes Flachgau aus. Weiters beteiligt am Einsatz waren Einheiten vom Roten Kreuz, der Polizei sowie das Einsatzkommando Cobra.
Hervorgehoben werden muss die vorbildliche und kameradschaftliche Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen, so konnte eine Ausbreitung des Brandes auf die naheliegenden Nachbarhäuser oder gar eine verheerende Explosion verhindert werden.
Hochproblematisch ist der zu beobachtende sorglose Umgang mit Gasflaschen jeglicher Art zu beurteilen. Bergen Druckgasbehälter generell Risiken, stellen Behälter wie Acetylengasflaschen bei unsachgemäßer Handhabung ein absolut unkalkulierbares Risiko dar, das Leib und Leben aller in der Nähe befindlichen Personen akut bedroht.
Wir möchten uns bei allen beteiligten Kameraden, ganz egal aus welcher Einsatzorganisation und aus welchem Ort für den unermüdlichen Einsatz herzlich bedanken. Dank gilt aber auch jenen Firmenchefs, die ihren Mitarbeitern unbürokratisch einen früheren Feierabend ermöglicht haben, um hier mitzuhelfen.
Jeder einzelne Mann und jede einzelne Frau zählt, nur so konnte hier noch größerer Schaden verhindert werden.





















